Der im Südosten des Hunsrücks liegende Soonwald reicht vom nördlich der Stadt Kirn gelegenen „Lützelsoon“ über den „Großen Soon“ und den „Binger Wald“ bis an den Rhein. Er weist eine Gesamtfläche von etwa 25.000 Hektar auf.
Die Erhebungen des Soonwaldes sind deutlich niedriger als die des Hoch- und Idarwaldes. Der höchste Berg ist der Ellerspring mit 657 Metern über dem Meeresspiegel. Zudem liegt der Soonwald im Regenschatten des von ihm aus südwestlich gelegenen Hoch- und Idarwaldes. Daher ist das Klima des Soonwalds milder, und die Niederschläge erreichen maximal 800 Millimeter pro Jahr.
Die Wälder im Soonwald wurden im Winter 1990 besonders hart von den Orkanen Vivian und Wiebke getroffen. Alleine im Staatswald des Großen Soon mussten danach rund eine Million Festmeter Holz aufgearbeitet werden. Am stärksten betroffen waren die Fichten. Die Freiflächen wurden überwiegend mit Eiche aufgeforstet, zudem hat sich die Birke auf natürlichem Wege großflächig eingefunden. Dadurch liegt der Laubwaldanteil im Soonwald inzwischen weit über dem Landesdurchschnitt, und der Anteil jungen Waldes ist sehr hoch. An Altholz sind noch großflächig ältere Buchen anzutreffen, die sich bei den Orkanen besser behauptet haben als die Fichten.
Im Soonwald bietet sich der etwa 8400 Hektar große, zusammenhängende Staatswaldblock im „Großen Soon“ zur Ausweisung eines Nationalparks an. Der hohe Anteil an natürlich vorkommenden Laubbaumarten, sein Bestand an Altbuchen und vereinzelt auch Alteichen sowie der großflächig vorkommende, sich in voller Entwicklungsdynamik befindliche junge Wald sind überzeugende Argumente für einen Nationalpark Soonwald.
EU Life Natur-Projekt
Entwicklung von Feucht- und Nasswäldern im Soonwald
