Der westlich von Hermeskeil liegende Teil des Hochwaldes reicht bis zur Saar und wurde auch als Suchraum „Saargau-Hochwald“ analysiert. Die Region Saarburg/Saargau erfüllt alle Kriterien zur Ausweisung eines Nationalparks, ebenso der Raum der östlich angrenzenden Wälder bis hinauf zum Hochwald.
Da zwischen Saargau und Hochwald ein interessanter Standort-Gradient von der Leuk und Saar bis zur Hunsrückhochfläche hinauf besteht und der Saargau alleine genug Kernfläche (rund 10.000 Hektar) bereit stellen kann, wird die Ausweisung eines Nationalparks im Gesamtraum „Saar-Hochwald“ in Erwägung gezogen. Allerdings verfügt Rheinland-Pfalz hier nur über etwa 1800 Hektar Staatswald, sodass ein Nationalpark nur realisiert werden könnte, wenn sich die Kommunen mit ihren eigenen Waldflächen beteiligen würden, um auf die benötigte Gesamtfläche von 8000 bis 10.000 Hektar zu kommen.
Das Saartal repräsentiert ein für Rheinland-Pfalz typisches Durchbruchstal, begleitet von Felsen und Mittelgebirgswäldern, es repräsentiert damit eine landesspezifische Identifikation. Dieser Landschaftsraum weist eine besonders große Vielfalt an Geologie, Klima und Bodenrelief auf. Vor allem südlich von Saarburg sind noch urwaldartige Teile und natürliche Felspartien anzutreffen. Die unterschiedlichen geologischen Formationen von Kalk (Leuk), des Saardurchbruches und des „sauren“ Hunsrücks entsprechen dem Kriterium der Vielfalt, das für eine besondere Eignung dieses Raumes als Nationalpark spricht.
Ein Nationalpark könnte ein integraler Teil des bestehenden Naturparks Saar-Hunsrück werden. Dies verspricht Synergien für beide Schutzgebiete und würde eine touristisch-wirtschaftliche sinnvolle Regionalentwicklung fördern. Die Lage des 1800 Hektar großen Staatswald-Komplexes sowie der angrenzenden Gemeindewälder verdeutlicht diese Landkarte.