Die Landesregierung möchte einen rheinland-pfälzischen Nationalpark einrichten. Diese Absicht soll als Angebot für interessierte Regionen verstanden werden, die die Chancen eines möglichen Nationalparks für die Regionalentwicklung nutzen wollen. Die Entwicklung und Ausweisung eines Nationalparks wird vor allem davon anhängig gemacht, ob die betroffenen und angrenzenden Regionen das Projekt unterstützen und mittragen wollen. Diese Bereitschaft wird im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens ausgelotet.
Auf der Grundlage der entwickelten Auswahlkriterien sind ursprünglich der Pfälzerwald, der Soonwald, der Idarwald sowie der Hochwald als Suchräume in Betracht gekommen. Der Suchraum bei Baumholder ist bereits frühzeitig ausgeschieden, da die entsprechende Waldfläche militärisch genutzt wird.
Der Landesregierung ist wichtig, dass der Nationalpark durch die Bevölkerung akzeptiert wird. Deshalb soll die Suche nach dem am besten geeigneten Gebiet in einem breiten Dialog erfolgen. Die Festlegung hänge ganz entscheidend vom Interesse der Akteure vor Ort ab, betonte die Umweltministerin Ulrike Höfken. Sie rief die Kommunen, Naturparkträger und Naturschutzorganisationen auf, ihre Vorschläge einzubringen. Gefragt seien vor allem Akteure aus den genannten Suchräumen, aber auch aus anderen Regionen, sofern diese folgende Anforderungen erfüllen:
- Die Fläche soll im Eigentum des Landes sein.
- Das Gebiet soll 8000 bis 10.000 Hektar groß sein.
- Auf 75 Prozent dieser Fläche soll sich die Natur frei entwickeln können.
- Das Gebiet soll herausragende Bedeutung für den Biotopverbund besitzen.
- Die Fläche soll weitgehend unzerschnitten sein.


