Aufgrund der Nationalparkausweisung werden keine Arbeitsplätze im landeseigenen Wald wegfallen. Arbeitsplätze bei Landesforsten werden sich allerdings längerfristig inhaltlich neu definieren, wenn ein Nationalpark auch neue Aktivitäten der Gebietsbetreuung, Besucherinformation und Bildungsarbeit erfordert. Diese Arbeitsplätze sind ebenso attraktiv wie die vorhandenen. Dies zeigen Erfahrungen aus allen bestehenden Nationalparken. Wegen des Nationalparks wird das Land niemanden entlassen. Studien über Großschutzgebiete haben gezeigt, dass durch Umsatzsteigerungen im Tourismus die Wertschöpfung erheblich steigen wird. Im holzverarbeitenden Gewerbe wird es zu einer Umstrukturierung kommen. Im Zuge eines bis zu 30 Jahre dauernden Waldumbauprozesses mit dem Ziel, eine natürliche Waldentwicklung einzuleiten, werden Nadelholzbestände entnommen und das anfallende Holz verwertet. Dies sichert die Arbeitsplätze in den damit befassten Unternehmen in entsprechendem Umfang. Im Hinblick auf die insgesamt geringe Flächenausdehnung der sodann sich selbst überlassenen Naturwaldzone (rund ein Prozent der rheinland-pfälzischen Waldfläche) wird die Rohstoffversorgung der heimischen Holzwirtschaftsbetriebe auch nach diesem Zeitraum nur geringen Auswirkungen unterworfen sein.
