Aufgrund der internationalen Vereinbarung in der UN-Biodiversitäts-Konvention wurde zu Zeiten der großen Koalition von der Bundesregierung ein Leitbild für Deutschland erarbeitet. Die von allen politischen Parteien getragene Nationale Biodiversitätsstrategie aus dem Jahre 2007 zielt u.a. auf die Schaffung nutzungsfreier Wildnisgebiete im Wald. Danach sollen diese bis zum Jahre 2020 insgesamt 5 Prozent der Waldfläche und 10 Prozent des Walds in öffentlichen Händen umfassen. Das Land unterstützt diese Zielrichtung. Ein Nationalpark von beispielsweise 10.000 Hektar Größe entspräche bei 75 Prozent Nutzungsfreiheit etwa 3,5 Prozent der Staatswaldfläche und könnte den bereits erreichten Bestand nutzungsfreier Wildniszonen (Naturwaldreservate und Kernzonen des Biosphärenreservats sowie des Großprojekts Bienwald) von derzeit 3,2 Prozent bedeutend erweitern - sonstige nutzungsfreie Bereiche des Staatswaldes noch nicht eingerechnet.
